Die Mini-Liga
Die MiniWasserball-Spielregeln
Logo von Ulrike Bohl. Die Mini-Liga ist inzwischen eine feste Institution im Hamburger Wasserballsport. Acht bis zehn Mannschaften spielten jedes Jahr in etwa 40 bis 80 Spielen um den Einzug ins Play-Off und danach im Finale.
Das ist Nachwuchsarbeit pur, denn die Kinder sind höchstens 11 Jahre alt: Die Kinderstube der Hamburger Wasserballer.
Eine bemerkenswerte Einrichtung, die es in Wasserball-Deutschland nicht allzu oft gibt.
Dieses recht quirlige Ereignis findet oft vor bundesligatauglichen Zuschauerkulissen statt.
Die E-Jugend, wie dieser Jahrgang unter Wasserballern heißt, startet gemischt-geschlechtlich.
Inzwischen gibt es mit dem "Norddeutschen Wasserball Mini-Cup" auch die logische Fortsetzung auf überregionaler Ebene. Gemeinsam mit der Bremer Mini-Liga werden große Turniere veranstaltet.
Die Ligen sind offen, d.h. dass nicht nur Wasserballvereine, sondern auch Teams aus Schulen, Sport- und Schwimmvereinen oder anderen Organisationen willkommen sind.

Der Verlauf der Liga gibt dem veranstaltenden Hamburger Schwimmverband recht: Es gab schon viele spannende Spiele mit vielen begeisterten Kindern, eine heiße Stimmung am Beckenrand, beachtliche Spielzüge, eine lebendige Tabelle und manchmal auch eine handfeste Überraschung.

Mini-Liga indoor. Der Spielplan hat mehrere Spieltage. An einem Tag spielten drei Mannschaften gegeneinander. Jeder gegen jeden.

Hauptspielort ist vor allem das St. Pauli-Bad, die Heimspielstätte der meisten Mannschaften. Begonnen wird in der Vorrunde im flachen Wasser. Die Stimmung kocht in der Halle zeitweise über. Schlachtrufe. Zuschauer die sich vergessen.
Auch die Spiele werden im Verlauf der Liga anspruchsvoller. Schwimmen die Kinder zu Beginn der Meisterschaft oft wild durcheinander, ergeben sich während der folgenden Begegnungen schon interessante und trickreiche Spielzüge mit mehreren Anspielen vor dem Tor. Die Kinder festigen ihre Rollen, werden Torwarte oder Sprinter am Beckenrand. Wilde Diskussionen verkürzen die Halbzeitpausen.
Nach der Vorrunde müssen die spielstärkeren Mannschaften auf den bequemen Beckenboden unter den Füßen verzichten und im tiefen Wasser spielen. Es geht jetzt um den Einzug in die Finalrunde. Das Spielsystem ist unübersichtlich, aber praktisch, denn bei jedem Spiel geht es um etwas. Vorbild ist die deutsche Wasserball-Bundesliga.
Als Abschlussveranstaltung gibt es ein Play-Off der sechs ersten Mannschaften. Danach geht es in einer Endrunde um die Platzierungen. Die anderen Mannschaften spielen ein kleines Finale um die anderen Plätze aus.
Bei diesem Abschlussturnier sind alle Mannschaften noch einmal gemeinsam in einer Halle und am Ende gibt es die heiß ersehnten Pokale.
Vom Beginn der Liga bis zum Ende vergeht oft ein dreiviertel Jahr.
Mini-Liga outdoor.
2003 wurde in Hamburg zum ersten Mal nach Mini-Regeln Wasserball gespielt und von Beginn an ging die Post ab.
2004 wurde der Erfolg der Mini-Liga wiederholt. Fünf Mannschaften waren am Start und mussten in der Vorrunde 20 Spiele bestreiten, danach fand wieder ein Play-Off der drei erstplatzierten Teams statt.
2006 spielte die Mini-Liga mit acht Mannschaften und einem Turniersystem, das an die neue Wasserball-Bundesliga angelehnt ist. Gastmannschaften aus Bremen und Itzhoe sind mit am Start. Der Final-Spieltag fand mit allen Mannschaften an einem Sonntag in St. Pauli vor Publikum statt.
Inzwischen sind zehn Mannschaften dabei und das Frühjahr reicht schon lange nicht mehr aus um diese vielen Spiele und Mannschaften unterzubringen. In Bremen gibt es inzwischen eine eigene Mini-Liga und die erstplatzierten Teams von dort messen sich seit 2009 ganz prima mit den Hamburger Mannschaften auf dem "Norddeutschen Mini-Cup".
 
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