Das Wasserball-Lexikon
Willkommen bei unserem kleinen Wasserball-Lexikon.
Es entstand hauptsächlich auf einem Trainingslager der E-Jugend in Pelzerhaken. Die Autoren sind unter anderen etwa neun bis zwölf Jahre alt.
Deshalb klingen die Erklärungen auch nicht unbedingt besonders lexikonhaft, aber das muss ja kein Nachteil sein.
Es gibt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sollte etwas fehlen oder hast du vielleicht weitere Fragen, dann schreibe an wasserball@htb62.de
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A
Abseits s. 2m-Regel
Anschwimmen Beginn eines Wasserballspieles: Beide Mannschaften befinden sich an der Torlinie. Der Schiedsrichter pfeift und gibt ein Zeichen mit der Hand. Wer zuerst den Ball hat, hat ihn.
Ausschlussfehler s. Persönlicher Fehler
Auszeit Jede Mannschaft darf zweimal in einem Spiel eine Auszeit nehmen, wenn sie in Ballbesitz ist. Die Auszeit dauert eine Minute in der jede Mannschaft in ihre Spielfeldhälfte schwimmen muss. Während der Auszeit erklärt der Trainer der Mannschaft, wie sie jetzt weiterspielen soll, damit sie erfolgreicher werden.
© von Theo
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B
Badehose /-anzug Klar, kein FKK. Aber beim Wasserball muss man laut Regeln sogar zwei Hosen/Anzüge übereinander anhaben. Falls der Obere in der Spielwut zerfetzt.
Ball unter Wasser Es ist ein einfacher Fehler, den Ball vollständig unter Wasser zu drücken. Besonders gerne drücken deshalb gegnerische Spieler auf die Hand.
Blut im Spiel Meistens aus der Nase. Bei tropfendem Blut wird das Spiel sofort unterbrochen.
Brutalität ...wird mit einer Hinausstellung ohne Ersatz bestraft. Es gibt sofort einen Strafwurf für den Gegner. Erst nach vier Minuten darf ein anderer Spieler weiterspielen. Danach muss mit einer längerfristigen Spielsperre gerechnet werden.
s.auch Kreuz
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C
Center Ein gut gebauter und kräftiger Spieler mit einem kernigen Schuss, der in der Lage sein muss, seine 100 Kilo, die 100 Kilo seines Verteidigers und die 450 Gramm des Balles zu bewegen und daraus ein Tor zu zaubern. Schwimmend.
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D
Disziplinarberechtigter Ein Mensch, der bei einem Turnier oder in einer Liga dafür zuständig ist, Ermittlungen bei Regelverstößen vorzunehmen und Strafen zu verhängen.
Dreißig-Sekunden-Regel s. 30s-Regel.
Dribbling ...kraulen mit Ball vor der Nase.
© von Finn
Druckwurf Ein Druckwurf ist ein sehr schneller Torschuss. Man nimmt den Ball aus der Kraulbewegung und drückt ihn schnell nach vorne, möglichst ins Tor.
© von Lucas
DSV Unser Dachverband: Der Deutsche Schwimmverband.
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E
Eckwurf Es gibt einen Eckball, wenn der Torwart der verteidigenden Mannschaft den Ball zuletzt berührte, bevor er über die eigene Torlinie das Spielfeld verließ. Der Eckwurf muss schwimmend von der 2m-Linie ausgeführt werden.
Eierbecher s. Suspensorium.
Einfacher Fehler Dauernd passieren beim Wasserball einfache Fehler, wie z.B. Ball unter Wasser. Bei einem einfachen Fehler bekommt der Gegner einen Freiwurf, der sofort ausgeführt werden muss.
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F
Fünf-Meter-Linie Eine gelb markierte Linie vor dem Tor. Vor dieser Linie, darf man Freiwürfe sofort und direkt verwandeln. Außerdem wird von dieser Linie der Starfwurf geschossen.
Fünf-Meter-Raum Im Fünf-Meter-Raum
- darf der Torwart beide Hände benutzen,
- führt das verteidigen mit beiden Händen zu einem Strafwurf,
- darf man Freiwürfe nicht direkt verwandeln.
Fünf-Meter-Werfen Wenn es nach einer Verlängerung immer noch untentschieden steht, gibt es ein Fünf-Meter-Werfen.
Freiwurf Ein Freiwurf muss sofort und ohne lange Verzögerung ausgeführt werden, nur nicht aufs Tor. Eine Ausnahme gibt es hinter der Fünf-Meter-Linie.
Fußdoppler Ein schöner Balltrick, bei dem der Ball zuerst mit dem Fuß auf die Hand und danach möglichst ins gegnerische Tor praktiziert wird.
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G
Golden Goal ...ist beim Wasserball inzwischen wieder abgeschafft.
Wenn ein Spiel nach der Verlängerung immer noch untentschieden steht, wurde in der dritten Verlängerung so lange gespielt, bis das erste Tor - das Golden Goal - fiel.
Guido-Heber Eine der unverschämtesten Arten, ein Tor zu werfen.
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H
Halbkreis-Aufstellung Eine beliebte Möglichkeit, einen Angriff zu gestalten. In die Mitte kommt der Centerspieler und im Halbkreis drumrum die anderen.
© von Finn
Heimmannschaft Die Heimmannschaft ist die erstgenannte Mannschaft im Spielplan, spielt im eigenen Bad und hat das Recht auf die Kappenfarbe.
Hinausstellung "Ich habe keine Lust das zu erklären."
© von Jan
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I
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J
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K
Kappe Die Wasserballkappe eines Feldspielers darf nicht rot sein, denn eine rote Kappe muss der Torwart tragen. Die Kappenfarben der beiden Mannschaft müssen gut voneinander und von der Farbe des Balles zu unterscheiden sein sein. Die erstgenannte Mannschaft, die Heimmannschaft, hat das Recht die eigene Kappenfarbe zu tragen. Bei Länderspielen muss die Abkürzung des Landes vorne auf der Stirn stehen. Die Nummern müssen an beiden Seiten gut sichtbar und 10cm hoch stehen. An den Seiten müssen Ohrenschützer vorhanden sein.
© von Theo
Konter Ein Konter ist ein schneller Angriff. Wenn die Gegner den Ball haben und ihn beim Torschuss verlieren, dann schwimmen die eigenen Spieler blitzschnell nach vorne und der Torwart wirft den Ball zu einem freien Mitspieler, der dann sehr torgefährlich ist.
© von Luca
Konterball Wenn die gegnerische Mannschaft den Ball ins Toraus schießt, wirft der Betreuer sofort mit Erlaubnis des Schiedsrichters einen Reserveball zum Torwart und die eigene Mannschaft sofort damit weiter spielen. Das ist ein Konterball.
© von Luca
Kreuz

1.Das Zeichen des Schiedsrichter für eine Ausschlusstrafe gegen einen Spieler, bei der seine Mannschaft keinen Ersatzspieler für die Zeit von vier Minuten einsetzen darf. Das kommt bei groben Unsportlichkeiten und brutalem Spiel vor.
2. Dies hat ein gut trainierter Spieler. Und zwar ein breites.

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L
Letzte Spielminute In der letzten Spielminute wird jedes gröbere Foul mit einer Hinausstellung bestraft. Außerdem darf ein Schiedsrichter ein Foul nicht sofort bestrafen, wenn gerade ein Angriff läuft. Nach dem Angriff folgt die Strafe.
© von Lukas
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M
Mittelanstoß Nach einem Tor beginnt das Spiel mit einem Anstoß der Mannschaft, die das Tor kassiert hat. Das muss irgendwo in der eigenen Spielfeldhälfte sein, nicht unbedingt an der Mittellinie.
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N
Nasser Pass Ein Wurf, bei dem der Ball vor dem Spieler auf dem Wasser landet. Kommt dann vor, wenn der Zielspieler gleich mit dem Ball weiterdribbeln will.
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O
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P
Persönlicher Fehler Ein Spieler, der einen persönlichen Fehler begeht, muss für 20 Sekunden in den eigenen Wiedereintrittraum schwimmen und darf nicht ins Spiel eingreifen. Hat ein Spieler drei persönliche Fehler gegangen, darf er nicht mehr mitspielen.
Pressdeckung Wenn man ganz nah an den Gegner ran geht und ihn vom eigenen Tor wegdrängt und sich in den Schussweg stellt, dann ist das eine Pressdeckung. Wichtig ist, dass alle Spieler der Mannschaft dies tun.
© von Theo
Protokoll Das Protokoll ist ein Papier auf dem wichtige Daten des Spiels festgehalten werden, z.B. Ausschlussfehler, Tore, Auszeit, Strafwurffehler, Torschützen, Zwischenergebnisse und Endergebnis.
Das Protokoll ist eine schriftliche Zusammenfassung der wichtigsten Aktionen des Spiels.

© von Benundjanming
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R
Rolle Eine Rolle ist ein Schiedsrichterzeiten. Der betroffene Spieler muss raus und darf nicht mehr mitspielen. Ein anderer Spieler darf für ihn nach 20 Sekunden weiter spielen.
© von Lukas
Rückhandwurf

Ein Rückhandwurf ist ein Torschuss bei der Spieler mit dem Rücken zum Tor steht, den Ball fest in der Hand Hand hält und ihn mit gestrecktem Arm in einem großen Bogen ins Tor zu pfeffern. Der Nachteil des Rückhandwurfes ist, dass man das Tor nicht sieht. Der Vorteil ist, dass der Torwart sehrüberrascht ist und der Schuss sehr stark ist.
© von Theo

Rundenleiter Ein Mann, der Chef der Liga ist und wichtige Entscheidungen treffen darf.
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S
Sackschutz s. Suspensorium.
Schiedsrichter "Klappskalli der am Beckenrand steht und rumhampelt."
© von Ben
"Der einzige in der Halle, der die Regeln wirklich kennt. Der Schiesrichter ist der regelkundige Leiter des Spieles."

© von Flemming
Schlagwurf Man krault auf das Tor zu, nimmt den Ball hoch und wirft ihn mit voller Wucht ins Tor. Dabei muss man mit dem Oberkörper möglichst weit aus dem Wasser kommen, die Schulter drehen und den Ball von weit hinten in einer Linie nach vorne Schleudern. Die Fingerspitzen verlassen als letztes den Ball.
© von Luca
Schwerer Fehler s. Persönlicher Fehler
Selbstdoppler Ein Selbstdoppler ist ein Torschuss der aus der Schwimmbewegung gemacht wird. Man dribbelt aufs Tor zu, stuppst den Ball mit einer Hand nach oben und ballert ihn mit der flachen Hand schnell ins Tor.
© von Lukas
Strafwurf Nach einem Strafwurffehler bekommt eine Mannschaft einen Strafwurf von der Fünf-Meter-Linie zugesprochen.
Ein Strafwurffehler ist z.B. das Verhindern eines wahrscheinliches Tores durch einen Angreifer.
Der Strafwurf muss nach dem Pfiff des Schiedsrichters sofort und ohne Verzögerung ausgeführt werden.
© von Finn
Suspensorium Im Katalog steht: Für Männer die an die Zukunft denken.
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T
Technisches Foul Wenn man ein Foul begeht, nur um Zeit zu schinden.
Tiefschutz s. Suspensorium.
Time-Out s. Auszeit
Tor 1. Das Tor ist 3m breit und 90cm hoch. Bei Becken, die flacher als 1,70m sind, muss die Querlatte 2,40m über dem Beckenboen sein.
2. Eine Mannschaft erzielt ein Tor, wenn der Ball die Torlinie vollständig überschreitet.
© von Fabian
Torwart Einen Torwart erkennt man an seiner roten Kappe mit der Nummer 1. Der Ersatztorwart hat die Nummer 13. Der Torwart darf im Fünf-Meter-Raum den Ball mit beiden Händen berühren. Der Torwart darf nicht über die Mittellinie schwimmen.
© von Thore
Torwurf ...ist die beste Chance eines Spielers, das Spiel für seine Mannschaft zu entscheiden.
Tote Zeit Die tote Zeit ist die Zeit, wenn die richtige Spielzeit anhält, z.B. wenn ein Schiedsrichter einen Freistoß pfeift. In dieser Zeit dürfen alle Spieler sich gut positionieren.
© von Theo
Trockener Pass Ein Pass auf die Hand, nicht aufs Wasser.
© von Niklas
Trumpitsch-Ball Ein Torschuss nach dem Erfinder benannt. Der Ball wird mit einer Hand hoch auf die Schusshand geworfen. Greift ein Gegner jetzt dazwischen, gibt´s sehr wahrscheinlich einen Fünf-Meter-Strafwurf.
T-Shot s. Selbstdoppler
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U
Überzahl Wenn ein Spieler der gegnerischen Mannschaft rausfliegt, hat die eigene Mannschaft einen Spieler mehr auf dem Feld und die große Chance ein Tor zu schießen.
© von Niklas
Überzahlaufstellung Wenn eine Mannschaft eine Überzahl hat, kann sie sich auf verschiedene Arten aufstellen, um sich gut für ein Tor zu positionieren. Die bekanntesten Überzahlaufstellungen sind die 3-3- und die 4-2-Überzahl.
Unterzahl Wenn ein Spieler der eigenen Mannschaft rausfliegt, ist die Mannschaft in Unterzahl und muss versuchen das Tor hart zu verteidigen.
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V
Verlängerung Wenn ein Spiel zum Ende unentschieden steht, gibt es eine Verlängerung von zwei mal drei Minuten. Steht es danach immer noch unentschieden, gibt es ein Fünf-Meter-Schießen.
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W
Wechselfehler Ein Wechselfehler ist ein falscher Wiedereintritt, wenn ein ausgeschlossener Spieler oder ein Austauschspieler zu früh oder ohne Erlaubnis des Schiedsrichters wieder ins Spielfeld schwimmt. Die Strafe für falches Wechseln ist ein Ausschluss mit Ersatz (die so genannte Rolle).
© von Lukas
Wechselzone Eine Zone in der Ecke des Spielfeldes, die mit eine roten Leine markiert ist. Hier muss ein Spieler hinein, wenn er eine 20-Sekunden-Strafe bekommt oder wenn er während des Spielverlaufes ausgewechselt wird.
© von Finn
Wiedereintrittsraum s. Wechselzone.
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Z
Zeitverdeudung ...bedeutet, dass man beim Wasserball nur 30 Sekunden Zeit hat, aufs Tor zu schießen.
Zonenverteidigung Eine Verteidigungsaufstellung, die angewendet wird, wenn die gegnerische Mannschaft z.B. einen starken Centerspieler hat. Gedeckt werden nicht nur einzelne Gegenspieler, sondern der Raum wird verteidigt.
Zwei-Meter-Regel s. 2m-Regel.
Zwei Hände Der Ball darf nur mit einer Hand berührt werden; Ausnahme sind die Torwarte. Sollte einer es trotzdem tun, bekommt die andere Mannschaft einen Freiwurf.
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2m-Regel Kein Spieler darf im Angriff vor der Zwei-Meter-Linie stehen. Tut er es trotzdem und bekommt einen Pass aus dem Rückraum, erhält die verteidigende Mannschaft einen Freiwurf. Es ist erlaubt, mit dem Ball über die Zwei-Meter-Linie zu schwimmen und innerhalb des Zwei-Meter-Raumes zu passen.
30s-Regel Jede Mannschaft hat genau 30 Sekunden Zeit, auf das gegnerische Tor zu schießen. Bei einem Schuss an die Latte oder den Pfosten, bei einer Ecke und bei einem Rauswurf eines Gegners fangen die 30 Sekunden von vorne an. Schafft die Mannschaft das Schießen nicht, bekommen die Gegner einen Freiwurf.
5m-Linie s. Fünf-Meter-Linie
5m-Raum s. Fünf-Meter-Raum.
5m-Werfen s. Fünf-Meter-Werfen.
5m-Wurf s. Strafwurf.
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Wasserball in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia